"Teil 17"
Vorsichtig klappte sie das Päckchen auf und spähte in das Innere. Beiger Stoff. Sie versuchte ihre visuelle Wahrnehmung zu bestätigen und griff mit der Hand hinein. Kurz zögerte sie, als ob sich ein giftiges Tier im Inneren befinden könnte, dann aber überwand sie ihre Scheu. Vorsichtig tastete sie nach dem Stoff, berührte die Oberfläche, griff danach und zog das undefinierbare Teil endlich heraus.
Ein Sakko, kein Zweifel. Ein beiges, gut geschnittenes, schmuckes Männersakko.
Nichts, das man von der Stange kauft, sondern eine Maßanfertigung, das war ihr auf den ersten Blick klar. Ein teures Teil also.
Bevor sie das Sakko genauer unter die Lupe nahm, wollte sie allerdings einen Blick in die Schachtel werfen. Schließlich konnte das ja wohl kaum alles sein. Sie legte das Kleidungsstück neben sich auf die Bank, nahm den jetzt fast federleichten Karton zur Hand und blickte hinein.
Nichts. Sie drehte den Karton um, doch es flatterte nichts heraus. Das Päckchen hatte tatsächlich nur dieses Sakko enthalten. Ungeduldig stellte sie den Karton zur Seite und hätte dabei fast das Wasserglas zu Boden gestoßen. Sie widmete ihre Aufmerksamkeit wieder dem beigelegten Designerteil, das sie auf ihren Schoß legte. Ein Griff in die Seitentaschen: Fehlanzeige.
Blieb die Innentasche. Wenn irgendein Hinweis auf den Absender des Pakets vorhanden war, dann musste dieser sich dort befinden. Schon fast hätte sie geglaubt, dass sie sich auch in diesem Punkt geirrt hatte, als ihr ein kleines Stück Papier zwischen die Finger geriet. Sorgsam zog sie es aus der Brusttasche.
Montag, 21. November 2011
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