"Teil 48"
Ohne wirkliches Ziel schob sie sich
durch eine ihr entgegenkommende Menschentraube.
Die Polizei. Sie mussten ihr einfach
glauben. Schließlich gab es diesmal klare Beweise. Mindestens ein
Toter lag da unten in den Katakomben. Das musste als Beweis genügen.
Ihre Gedanken waren wirr. Sie versuchte
sie zu ordnen. Einen Plan zu entwerfen. Was war als nächstes zu tun?
Ein Telefon. Sie brauchte ein Telefon.
Aber halt, sie hatte doch eins. Ihr Handy. Sie griff danach, nur um
gleich wieder davor zurückzuschrecken, wie vor einer giftigen
Schlange. Er würde mithören. Irgendwie konnte dieser Wahnsinnige
ihre Gespräche verfolgen. Wie – keine Ahnung! Das Handy schied
also aus. Eine gute altmodische Telefonzelle musste her.
Sie wanderte gut zehn Minuten durch die
Straße, bis sie eine Telefonzelle fand. Als sie den Notruf wählte,
versuchte sie sich ein paar Worte zurechtzulegen.