Mittwoch, 4. März 2015

Der Anruf


"Teil 48"


Ohne wirkliches Ziel schob sie sich durch eine ihr entgegenkommende Menschentraube.
Die Polizei. Sie mussten ihr einfach glauben. Schließlich gab es diesmal klare Beweise. Mindestens ein Toter lag da unten in den Katakomben. Das musste als Beweis genügen.
Ihre Gedanken waren wirr. Sie versuchte sie zu ordnen. Einen Plan zu entwerfen. Was war als nächstes zu tun?

Ein Telefon. Sie brauchte ein Telefon. Aber halt, sie hatte doch eins. Ihr Handy. Sie griff danach, nur um gleich wieder davor zurückzuschrecken, wie vor einer giftigen Schlange. Er würde mithören. Irgendwie konnte dieser Wahnsinnige ihre Gespräche verfolgen. Wie – keine Ahnung! Das Handy schied also aus. Eine gute altmodische Telefonzelle musste her.

Sie wanderte gut zehn Minuten durch die Straße, bis sie eine Telefonzelle fand. Als sie den Notruf wählte, versuchte sie sich ein paar Worte zurechtzulegen.