"Teil 23"
Im Internet kann man manchmal mehr Infos über bestimmte Leute finden, als man gemeinhin glauben möchte. Inzwischen wusste sie beträchtlich mehr über diesen Matthew Evans, als noch vor wenigen Stunden. Unter anderem seine aktuelle Wohnadresse. Einerseits hielt sie es zwar für keine besonders weise Idee, einfach so bei der Wohnung eines ihr gänzlich Unbekannten aufzutauchen, auf der anderen Seite war es im Moment die einzig nützliche Idee, die ihr einfiel. Also beschloss sie nach der Arbeit nur einen kurzen Sprung nach Hause zu fahren, um zu duschen und die Sachen zu wechseln.
Auf ihrer Fahrt zur Wohnung des Entführungsopfers versuchte sie ihre Nerven so gut wie möglich im Zaum zu halten. Sie hatte zwar nicht das Gefühl verfolgt zu werden, aber zu sicher wollte sie sich in dem Punkt nicht sein. Regelmäßig riskierte sie einen Blick über ihre Schulter.
Der unheimliche Irre war aber nicht das Einzige worüber sie sich Sorgen machte. Was sollte sie der Polizei erzählen, wenn sie erneut einem Streifen-Beamten in die Hände lief. Was, wenn es vielleicht sogar derselbe vom letzten Mal war? So viel Glück würde sie garantiert nicht noch einmal haben. Sie hätte wohl ziemlichen Erklärungsnotstand gegenüber den Detectives. Und das, was sie zu sagen hatte, hörte sich auch nicht gerade wie eine Offenbarung an. Eher wie die wirre Lügengeschichte einer armen Geisteskranken.
Der Polizei einfach die Wahrheit zu erzählen war ihr zwar mehrmals in den Sinn gekommen, aber irgendwie schien ihr der Zeitpunkt für dieses Vorhaben noch nicht gekommen.
Sonntag, 22. April 2012
Dienstag, 17. April 2012
Der Anruf
"Teil 22"
Der Tag hatte verdammt lange gedauert. Viel zu lange für Annys Geschmack. Nur gelegentlich hatte sie die Möglichkeit gehabt, das Internet nach nützlichen Informationen zu durchforsten. Zumindest hatte sie, als sie ihr Büro verließ, einen neuen Plan. Sie wollte nicht warten, bis sich dieser Spinner wieder bei ihr meldete. Wollte ihm nicht die ganze Initiative überlassen. Es war ihr klar, dass dieses Spiel nach dem Drehbruch eines vielleicht wirklich gefährlichen Irren gespielt wurde. Aber möglicher Weise hatte er nicht alles bedacht. Nicht jeden einzelnen Schachzug im Vorhinein geplant.
Der Tag hatte verdammt lange gedauert. Viel zu lange für Annys Geschmack. Nur gelegentlich hatte sie die Möglichkeit gehabt, das Internet nach nützlichen Informationen zu durchforsten. Zumindest hatte sie, als sie ihr Büro verließ, einen neuen Plan. Sie wollte nicht warten, bis sich dieser Spinner wieder bei ihr meldete. Wollte ihm nicht die ganze Initiative überlassen. Es war ihr klar, dass dieses Spiel nach dem Drehbruch eines vielleicht wirklich gefährlichen Irren gespielt wurde. Aber möglicher Weise hatte er nicht alles bedacht. Nicht jeden einzelnen Schachzug im Vorhinein geplant.
Sonntag, 1. April 2012
Der Anruf - eine Fortsetzungsgeschichte
"Teil 21"
Alles in ihr sträubte sich davor, dass Gespräch entgegen zu nehmen. Mit dem lärmende Telefon in der Hand bahnte sie sich ihren Weg aus dem Lokal. Als sie unter freiem Himmel angekommen war, hatte das Handy aufgehört zu läuten. Der Anrufer hatte aufgelegt.
Sie wusste nicht so recht, was sie damit anfangen sollte. War das gut oder schlecht? Hatte sie einen Fehler begangen? Sie besann sich darauf, dass sie zurück zu ihrer Arbeit musste. Sie würde bald feststellen, ob ihr Handeln irgendwelche Konsequenzen hätte. Jetzt konnte sie ohnehin nichts mehr daran ändern.
Alles in ihr sträubte sich davor, dass Gespräch entgegen zu nehmen. Mit dem lärmende Telefon in der Hand bahnte sie sich ihren Weg aus dem Lokal. Als sie unter freiem Himmel angekommen war, hatte das Handy aufgehört zu läuten. Der Anrufer hatte aufgelegt.
Sie wusste nicht so recht, was sie damit anfangen sollte. War das gut oder schlecht? Hatte sie einen Fehler begangen? Sie besann sich darauf, dass sie zurück zu ihrer Arbeit musste. Sie würde bald feststellen, ob ihr Handeln irgendwelche Konsequenzen hätte. Jetzt konnte sie ohnehin nichts mehr daran ändern.
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