Mittwoch, 15. April 2015

Der Anruf


"Teil 50"


„Detective Thomas.“

Diese Ansage riss sie aus ihren Gedanken.
Sie hatte tatsächlich jemanden an der Leitung. Einen Detective.

Det. T.: Ist da jemand in der Leitung?

Anny: Ja.

Sie zögerte.

Det. T.: Die Rezeptionistin meinte sie wollten jemanden sprechen der mit dem Fall Evans zu tun hätte.

A: Ja, das ist richtig. … Es gibt also einen Fall Evans.

Det. T.: Leider kann ich das gegenüber Zivilpersonen weder bestätigen noch verneinen. Was haben sie zu melden, Frau Garbo?

Da war er wieder, ihr „Deckname“ bei der Polizei. Was besseres war ihr nicht eingefallen.

A: Ich bin mir nicht sicher, wo ich anfangen soll.

Det. T.: Nun, ich nehme nicht an, dass Garbo tatsächlich ihr richtiger Name ist. Da sie und ihr Name nun schon zum zweiten Mal im Rahmen einer Ermittlung auftauchen, gehe ich davon aus, dass es sich auch nicht um einen dummen Scherz handelt. Also würde ich vorschlagen, dass sie mir kurz und knapp schildern, was sie zu berichten haben.

Anny atmete tief durch und begann ihre Story zu erzählen.



[in loving memory of:
Hermine und Franz B.,
Anna und Josef F.
und Erich F.]


Freitag, 3. April 2015

Der Anruf


"Teil 49"


Es dauerte weitere fünf Minuten, bis sie mit dem richtigen Dezernat verbunden war. Sie hing jetzt in der Warteschleife eines Detectives, der ihr hoffentlich weiterhelfen konnte. Immer wieder sah sie sich um, um sicherzugehen, dass sie nicht beobachtet wurde. Sie hatte zwar Zweifel daran, dass der Irre jetzt immer noch folgte, aber sicher konnte sie sich natürlich nicht sein.
… Immer noch die Ansage der Warteschleife. ….
Aber wonach hielt sie eigentlich Ausschau. Sie hatte keine Ahnung wie ihr Verfolger aussah. Er hätte ihr direkt gegenüber stehen können und sie hätte es nicht bemerkt. Sie konnte ihn nicht einmal anhand seiner Stimme identifizieren. Er hatte immer durch eine Art Verzerrer gesprochen. Selbst als er sie im U-Bahn-Tunnel angegriffen hatte.