Montag, 17. Dezember 2012

Der Anruf


"Teil 28"

Er hatte immer noch keine Ahnung, wo er sich eigentlich befand. Die Dunkelheit war beinah undurchdringlich. Nur ein schmaler Lichtstreif unter der einzigen Tür zu diesem Raum linderte die Finsternis um einen Hauch. Nachdem er seine Benommenheit halbwegs überwunden hatte, hatte er begonnen, seine Umgebung zu erkunden. 

Der Raum, in dem er sich befand, war etwa sechs mal sechs Meter groß und verfügte über einen einzigen erkennbaren Zugang. Diese Tür war verschlossen und wirkte äußerst massiv. Fenster gab es keine. Außer der Matratze, auf der er aufgewacht war, schien das Gefängnis völlig leer zu sein. Nur ein zusammengeknülltes Stück Papier lag auf dem kalten Beton-Fußboden.

Inzwischen saß er wieder auf dem Rand seiner Matratze und hatte die Papierkugel in der Hand. Er faltete die Kugel auf, strich das Papier glatt und fragte sich was es auf dem Blatt zu lesen gab. War es leer, beschrieben oder bedruckt und wer hatte es hier liegen lassen?
All diese belanglosen Fragen lenkten ihn von der einen entscheidenden ab.