Mittwoch, 8. Dezember 2010

Der Anruf

"Teil 8"

„Ich möchte, dass vorläufig nichts an die Presse durchsickert. Wir müssen zuerst einige Erkundigungen einholen, aber so wie ich das bisher sehe, sieht das alles nach einem klassischen Fall aus.“
„Ich bin ganz ihrer Meinung, Sir. Bis wann rechnen Sie mit der Lösegeld-Forderung?“
„Es sieht ganz danach aus, als ob hier Profis am Werk wären. Wenn dem wirklich so ist, werden sie uns vorher etwas zappeln lassen und noch mindestens 24 Stunden bis zu ihrem ersten Anruf warten.“
Mehr bekam sie von dem Gespräch nicht mit, welches die beiden adrett gekleideten Männer, die gerade im Aufzug verschwunden waren, geführt hatten. Dieses wenige genügte aber, um ihre Neugier wieder vollends zu entfachen.
Den Pförtner hatte sie inzwischen völlig vergessen. Sie achtete darauf, in welchem Stockwerk der Aufzug anhielt. Nach einigen Sekunden betätigte sie den Rufknopf, um in dieselbe Etage zu fahren. Sie wusste zwar selbst nicht so recht, was sie eigentlich vor hatte, aber nun hatte sie es eilig. Noch bevor sie sich ein Konzept zurechtlegen konnte, öffneten sich die Fahrstuhltüren. Sie hatte erst gar keine Chance auch nur einen Schritt aus dem Lift heraus zu machen, denn ein großgewachsener Afroamerikaner versperrte ihr den Weg.

Die Polizei-Uniform die er trug und sein stattlicher Körperbau ließen keinerlei Zweifel an seiner Autorität.

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