Freitag, 19. September 2014

Der Anruf


"Teil 43"


Anny: Ich kann dich nicht tragen, maximal stützen. Was sollen wir tun?

Jasmin (sieht sich verzweifelt um): Da drüben ist eine Nische. Hilf mir, dann kann ich mich dort verstecken.

Anny hilft Jasmin dabei zur Nische zu gelangen. Diese ist gerade groß genug, damit sich eine Person darin hineinkauern kann.

A: Kein großartiges Versteck.

J: Fällt dir was Besseres ein?

A schüttelt den Kopf.

J: Wenn du weiterläufst, dann hat der Typ keinen Grund sich hier näher umzusehen. Er wird glauben, dass wir immer noch beide vor ihm davonlaufen.

A sieht nicht wirklich überzeugt aus.

J: Du musst nur gehörig Lärm machen. Nicht zu viel, aber genug, damit er auf deinen Fersen bleibt.

A: Das schaff ich!

Die Schritte kommen immer näher.

J: Los, wir dürfen keine Zeit mehr verlieren.

Mit diesen Worten verschwindet J in der Nische. Die Schatten verschlucken ihre Anwesenheit.

„Hol Hilfe“ sind die letzten gehauchten Worte die A vernimmt, bevor sie ihre Flucht fortsetzt.
Sie hat ein ziemlich ungutes Gefühl dabei, J so alleine zurückzulassen. Dutzende Gedanken gehen ihr durch den Kopf: Immerhin hat J den Pfefferspray, mit dem sie sich im Notfall verteidigen kann.
Aber was dann?

Anny läuft. Schnell, aber nicht zu schnell. Dann trifft es sie wie ein Schlag!
Etwas hat sich geändert. Was? Die Schritte ihres Verfolgers sind verklungen. Auch Anny wird langsamer. Sie lauscht. Stille!

Plötzlich ein spitzer Schrei!



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen