Samstag, 20. Dezember 2014

Der Anruf


"Teil  45"

 
Sie musste sofort zur Polizei, soviel war klar. Wenn sie es irgendwie aus diesem verdammten Labyrinth herausschaffen sollte, gab es keine andere Option. Innerlich scholt sie sich dafür, nicht schon viel früher aus diesem Wahnsinn ausgestiegen zu sein.
Dieser Psychopath hatte gerade zwei Menschen umgebracht. Kaltblütig und ohne zu zögern. Sie selbst hatte mehr Glück als Verstand noch am Leben zu sein.

Erneut kam sie zu einer Weggabelung und wieder wählte sie den rechten Tunnel. Sie wollte zwar nicht im Kreis laufen, aber irgend ein System brauchte sie. Irgendeine Taktik, um nicht von dem Gefühl übermannt zu werden, wie eine Verrückte durch die Gänge zu irren.
Sie versuchte sich zusammenzureißen. Es fiel ihr nicht gerade leicht.
Sie blieb stehen, lauschte. Schritte in der Ferne. Schnell, aber nicht überhastet. Zielstrebig.
Der Wahnsinnige war ihr noch immer auf den Fersen.

Was war jetzt zu tun?

Zu aller erst Ruhe bewahren, einen Ausgang finden und dann die Behörden informieren.
Aber was sollte sie ihnen erzählen?
Langsamer als zuvor nahm sie ihren Weg wieder auf. 


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