"Teil 45"
Sie musste sofort zur Polizei, soviel
war klar. Wenn sie es irgendwie aus diesem verdammten Labyrinth
herausschaffen sollte, gab es keine andere Option. Innerlich scholt
sie sich dafür, nicht schon viel früher aus diesem Wahnsinn
ausgestiegen zu sein.
Dieser Psychopath hatte gerade zwei
Menschen umgebracht. Kaltblütig und ohne zu zögern. Sie selbst
hatte mehr Glück als Verstand noch am Leben zu sein.
Erneut kam sie zu einer Weggabelung und
wieder wählte sie den rechten Tunnel. Sie wollte zwar nicht im Kreis
laufen, aber irgend ein System brauchte sie. Irgendeine Taktik, um
nicht von dem Gefühl übermannt zu werden, wie eine Verrückte durch
die Gänge zu irren.
Sie versuchte sich zusammenzureißen.
Es fiel ihr nicht gerade leicht.
Sie blieb stehen, lauschte. Schritte in
der Ferne. Schnell, aber nicht überhastet. Zielstrebig.
Der Wahnsinnige war ihr noch immer auf
den Fersen.
Was war jetzt zu tun?
Zu aller erst Ruhe bewahren, einen
Ausgang finden und dann die Behörden informieren.
Aber was sollte sie ihnen erzählen?
Langsamer als zuvor nahm sie ihren Weg
wieder auf.
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