Samstag, 9. Juli 2011

Der Anruf

"Teil 13"

Als er die Augen aufschlug, dachte er zuerst, er wäre erblindet. Vollkommene Dunkelheit umfing ihn. Er lag, worauf wusste er nicht. Sein Kopf dröhnte, seine Glieder fühlten sich schwer an. Unendlich schwer. Er versuchte sich zu bewegen, aber selbst das Drehen seines Kopfes erforderte mehr Kraft als er aufbringen konnte. An ein Aufsetzen war nicht zu denken. Das Rauschen in seinen Ohren wurde zunehmend stärker. Dieses Rauschen kam jedoch nicht von Außen, so viel wurde ihm schnell klar. Es hatte seinen Ursprung innerhalb seines Kopfes. Es war, als würde er das Blut durch seinen Körper strömen spüren. In den Windungen seines Kopfes wurde der Blutschwall tosend laut. Die Dunkelheit die ihn umfing, verwandelte sich in gleißendes Licht, als er erneut die Besinnung verlor.

Am liebsten hätte sie das Päckchen an Ort und Stelle aufgerissen. Aber sie stand mitten auf einem Platz und wollte nicht unnötig Aufmerksamkeit erregen. Sie sah sich nach einem geeigneten Ort um. Einen Platz, an dem nicht 50 Leute pro Minute an ihr vorbeihuschten. Wo sie vor neugierigen Blicken geschützt war.
Ihr Blick streifte die umliegenden Geschäfte, bis er an einem kleinen Café hängen blieb. Die Glasfront verriet ihr, dass es nicht allzu viele Leute waren, die hier ihren Mittagssnack zu sich nahmen. Sie konnte ohne weiteres einen Tisch für sich alleine bekommen.

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